Kanzleikooperation: UnternehmerKompositionen

Zwei renommierte Unternehmen kooperieren im Bereich grenzüberschreitendes Stiftungsmanagement in Deutschland, der Schweiz und in Liechtenstein. Prof. Dr. Dr. Olaf Gierhake, LL.M. und… mehr...

Substanzsteuern

OlafProf. Gierhake: ”Nationale Erbschaftsteuern sind in Europa nicht harmonisiert. Im Falle von Vermögensnachfolgen drohen deswegen häufig Mehrfachbesteuerungen in mehreren Ländern. Lassen Sie uns überlegen, ob das durch rechtzeitge Planung auch in Ihrem Fall vermeidbar ist”

Belastungen

Häufig ist das Eigentum natürlicher Personen – und anders als das Eigentum von Körperschaften - von weiteren Steuerarten betroffen.

 

 

Deutschland

Österreich

Schweiz

Liechtenstein

Vermögensteuer natürlicher Personen

-

.

0.1%-0.5%
(regional unterschiedlich)

bis zu 1.12%
(Bessteuerung Sollertrag 4%)

Kapitalsteuer juristische Person

-

-

<0.5%
(regional unterschiedlich)

-

Erbschaftsteuern innerhalb der Familie

Bis zu 30%

-

-

-

Erbschaftsteuer ausserhalb der Familie

Bis zu 50%

-

0% - 50%
(regional unterschiedlich)

-

Erbschaftsteuer an juristische Personen

30%/50%

-

0% - 50%
(regional unterschiedlich)

.

 

In Deutschland, aber auch z.B. in Frankreich oder Spanien ist dies insbesondere die Erbschaftsteuer, die spätestens im Generationswechsel, also im Durchschnitt alle 30 Jahre, den schenkweisen oder erbrechtlichen Übergang von Familienvermögen mit bis zu 50% der vorhandenen Vermögens­substanz besteuert. Der konkret anzuwendende Steuersatz hängt dabei typischerweise von der Höhe des zu übertragenen Vermögens und dem Verwandtschaftsgrad zwischen ehemaligem und neuem Vermögensinhaber ab.

In anderen Ländern, auch in vermeintlichen „Steueroasen“ wie z.B. in der Schweiz oder Liechtenstein, wird bei natürlichen Personen anstelle einer Erbschaftsteuer eine laufende Vermögenssteuer in einer jährlichen Grössenordnung zwischen 0.3-1% der im Eigentum stehenden Vermögenswerte zusätzlich zur Einkommensteuer erhoben. Auch dies führt über die Zeit zu einer nennenswerten Substanz­besteuerung, die Körperschaften als Vermögensträger gar nicht oder – in der Schweiz – nur in reduziertem Umfang treffen.

Optimierungsmöglichkeiten

Im Bereich der Substanzbesteuerung haben Stiftungen gegenüber Kapitalgesellschaften und natürlichen Personen als Vermögensträger den strukturellen Vorteil, dass sie als anteilseignerlose juristische Personen mit Zweckbindung konzipiert sind. Die „Eigentumskette“ der einzelnen Familienmitglieder als Begünstigten des Familienvermögens zu den verschiedenen Vermögens­komponenten ist beim Einsatz von Stiftungen als Vermögensträger – und anders als bei den anderen Vermögensträger-Varianten - unterbrochen mit der Folge, dass langfristig – z.B. bei den Stiftungsstandorten Österreich und Liechtenstein - keine Erbschaftsteuern (Stiftungen können nicht sterben) und auch keine Vermögenssteuern (diese fallen bei juristischen Personen nicht an) erhoben werden. 

Dienstleistungen

Mit einer vorausschauende Vermögensstrukturierung, insbesondere durch den Einsatz von speziell ausgestalteten Versicherungsverträgen und Stiftungen, lassen sich die laufenden Belastungen durch Vermögenssteuern meist deutlich reduzieren. Durch die bereits lebzeitige Übertragung von Vermögenswerten auf Familienstiftungen und Familientrusts lassen sich Erbschaft- und Schenkung­steuerbelastungen im deutschsprachigen Raum häufig gänzlich vermeiden. Eine detaillierte, individuell auf die Verhältnisse der Kundenfamilie abgestimmte Einzelfallkonzeption ist hier aber unausweichlich.