Kanzleikooperation: UnternehmerKompositionen

Zwei renommierte Unternehmen kooperieren im Bereich grenzüberschreitendes Stiftungsmanagement in Deutschland, der Schweiz und in Liechtenstein. Prof. Dr. Dr. Olaf Gierhake, LL.M. und… mehr...

Übertragung von Vermögenswerten

OlafProf. Gierhake: “Vermögenwerte kann man auf vermögensschützende Stiftungen übertragen. Auch privat platzierte Versicherungsverträge können Schutzwirkung entfalten. Beide Massnahmen haben bestimmte Vor- und Nachteile. Lassen Sie uns überlegen, wie man auch Ihre privaten Vermögenswerte auch für den Ernstfall schützt.”

Schutzmassnahmen

Das zweite Grundmodell wirksamer Asset Protection Massnahmen besteht darin, Vermögenskomponenten eigentumsmässig vom ehemaligen Inhaber abzutrennen und auf einen nahen Angehörigen oder auf ein anteilseignerloses Zweckvermögen, etwa eine Stiftung, zu übertragen. Gleichzeitig wird meist das Ziel verfolgt, dass diese Person weiterhin an den Nutzenwerten des Vermögenswert partizipieren kann.

Um Missbräuchen vorzubeugen, können derartige unentgeltliche Vermögensverfügungen typischerweise vor Gericht von Haftungsgläubigern angefochten werden. Werden derartige Vermögensverfügungen bei bereits vorliegenden Indizien für eine konkrete Haftungssituation durchgeführt, wird mit einiger Wahrscheinlichkeit vom Gericht unterstellt werden, das die Übertragung mit der Absicht durchgeführt wurde, die Gläubiger zu verkürzen.

Liegt hingegen zwischen dem tatsächlichen Übertragungsvorgang und dem Eintritt der Haftungssituation eine bestimmte Zeit, so kann eine absichtliche Gläubigerverkürzung nicht mehr angenommen werden und die Übertragung kann typischerweise nunmehr nur mit der sogenannten “Schenkungsanfechtung” rückgängig gemacht werden.

Die Fristen für eine Schenkungsanfechtung sind in den verschiedenen deutschsprachigen Ländern unterschiedlich lang. Während sie in Deutschland 4 Jahre und in Österreich 2 Jahre beträgt, fällt sie in der Schweiz und in Liechtenstein mit einem Jahr deutlich kürzer aus.

Dienstleistungen

Die Errichtung und Ausstattung einer liechtensteinischen Familienstiftung, bei welcher Widmung und spätere Zustiftungsgeschäfte liechtensteinischem Recht unterworfen werden, kann unter Asset Protection Gesichtspunkten günstige Ausgestaltungsvariante darstellen. Für Unternehmer und vermögende Privatpersonen kann es einen deutlichen Unterschied machen, ob eine vorbeugende Schutzmassnahme für das Familienvermögen erst nach vier Jahren oder bereits nach einem Jahr zuverlässig “wirkt”.

Wir haben Konzepte zur Errichtung derartiger Familienstiftungen entwickelt, die nicht nur ein wirksames Instrumente für die Asset Protection darstellen, sondern auch sonst in den weiteren zivil- und steuerrechtlichen Gestaltungsbereichen günstigte Eigenschaften für die Familie des Vermögensinhabers aufweisen.

Auch mit Hilfe von unwiderruflichen Begünstigungen von privat platzierten Versicherungsverträgen lassen sich Schutzwirkungen erzielen. Diese haben zudem den nicht zu unterschätzenden Vorteil, dass sie typischerweise erst im späteren Leistungsfalle, nicht aber zum Zeitpunkt der Bestellung der unwiderruflichen Begünstigung, eine steuerliche Wirkung haben.